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Hier noch etwas Geschichtliches über Delaware.

Bundesstaat seit 1776

 Delaware hat den Beinamen The First State (der erste Bundesstaat), da er der erste der ursprünglich 13 Bundesstaaten war, der nach der Unterzeichnung der amerikanischen Verfassung am 7. Dezember 1787 in die Union aufgenommen wurde.

Geschichte
Vor der Ankunft der Europäer bewohnten die Lenni Lenape – ein Indianerstamm, der später unter der Bezeichnung Delaware bekannt wurde – das Gebiet des heutigen Delaware. Als sich allmählich europäische Siedler in ihren Jagdgebieten niederließen, wanderten sie weiter Richtung Westen in die heutigen Bundesstaaten Pennsylvania und Ohio und schließlich bis über den Mississippi.

Von der Kolonialzeit bis zur Unabhängigkeit.

Als erster Europäer, der seinen Fuß auf das Gebiet Delawares gesetzt hat, gilt der englische Entdecker Henry Hudson. Im Jahr 1609 entdeckte er den Delaware River. Als der englische Abenteurer Samuel Argall ein Jahr später in die Bucht einfuhr, benannte er das Gebiet nach dem Lord De La Warr, dem Gouverneur von Virginia. Fort Christina (das heutige Wilmington) war die erste permanente Siedlung, die 1638 von einer Gruppe schwedischer Auswanderer gegründet worden war. Es handelte sich dabei um eine gemeinsame Unternehmung von Holländern und Schweden, nachdem frühere Mitglieder der holländischen Westindischen Gesellschaft den schwedischen König Gustav II. Adolph vom Nutzen einer Kolonisierung überzeugen konnten. Die entstehende Kolonie trug den Namen Neuschweden.

Nachdem Petrus Stuyvesant, der Gouverneur Neuhollands, Neuschweden als Handelskonkurrenten ausgemacht hatte, besetzte er die Kolonie im Jahr 1655 und benannte sie in Neu Amstel um. Den Holländern folgten die Engländer, die die Siedlungen 1664 besetzten. Unter der englischen Herrschaft wurde Delaware zunächst als Teil der Eigentümer-Kolonie New York regiert. New Castle war Sitz der örtlichen Regierung.

Ab 1682 gehörte Delaware zu Pennsylvania; es wurde als Lower Counties oder Territories bezeichnet. Nach 1704 wurde in den Lower Counties eine unabhängige gesetzgebende Körperschaft eingerichtet. Neben Engländern ließen sich vor dem Nordamerikanischen Unabhängigkeitskrieg zahlreiche Schotten und Iren in der Gegend nieder. Eine fortwährende Knappheit an Arbeitskräften führte schließlich zu einem florierenden Sklavenhandel, der 1776 durch ein einzelstaatliches Gesetz verboten wurde. Widerstrebend folgten die Lower Counties den anderen Kolonien auf dem Weg in die Unabhängigkeit. Im Jahr 1776 gaben sie sich als Staat Delaware eine Verfassung. Während des Unabhängigkeitskrieges besetzten die Briten Wilmington, plünderten die Staatskasse und blockierten den Zugang zur Delawarebai.

Eigenstaatlichkeit

Am 7. Dezember 1787 ratifizierte Delaware als erster Staat die amerikanische Verfassung. Im Jahr 1792 wurde eine neue Landesverfassung verabschiedet. Politisch blieb der Staat bis 1820 dem Föderalismus treu. Kurz nach dem Unabhängigkeitskrieg setzten sich Quäker- und Methodistengruppen für die Abschaffung der Sklaverei ein. (1790 betrug der Anteil der schwarzen Bevölkerung ungefähr 21,6 Prozent.)

Während des Britisch-Amerikanischen Krieges von 1812 patrouillierten britische Schiffe in der Delawarebai, beschossen den Hafen von Lewes und plünderten die Küste der Chesapeakebai. Zu diesem Zeitpunkt war die Herstellung von Munition bereits ein wichtiger Wirtschaftsfaktor im Staat, und zwar insbesondere wegen der in der Nähe von Wilmington im Jahr 1802 von dem frankoamerikanischen Industriellen Eleuthère Irénée du Pont de Nemours gegründeten Pulverfabrik. Das war die Grundsteinlegung für das später wichtigste Wirtschaftsunternehmen in Delaware: die Du Pont Chemical Company.

Da sich Delaware wirtschaftlich zunehmend dem Norden zugehörig fühlte, schlug man sich während des Bürgerkrieges auf die Seite der Union, obwohl viele Bewohner mit den Südstaaten sympathisierten. Einheiten der Staatsmiliz wurden zweimal entwaffnet, da man sich ihrer Loyalität nicht sicher war. In Delaware wurde die Sklaverei beibehalten, bis sie schließlich im 1865 durch den 13. Verfassungszusatz endgültig abgeschafft wurde. Die Abgeordneten im Kongress widersetzten sich aber dieser Neuordnung der politischen Verhältnisse in den Südstaaten (Reconstruction-Policies) so hartnäckig, dass Delaware als Teil des Solid South (Südstaatenblock) bezeichnet wurde. Die regierenden Demokraten behielten im Staat den De-facto-Entzug des Bürgerrechtes für Schwarze durch Eigentums- und Kopfsteuern bei. Im Jahr 1872 schickte Präsident Ulysses S. Grant Bundestruppen nach Delaware, um die dort stattfindenden Wahlen zu überwachen.

Nach dem Bürgerkrieg setzte eine große Auswanderungswelle der ansässigen Bevölkerung ein, die von irisch-katholischen und deutschen Einwanderern ausgeglichen wurde. Die Iren konzentrierten sich auf die urbanen Zentren und traten vielfach der Demokratischen Partei bei, um sich der südstaatenfreundlichen Politik zu widersetzen.

 

 

 

 

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